Ein Käfig voller Narren

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 48/05 vom 30.11.2005

MUSIK Broken Social Scene ist eine der größten Bands der Gegenwart. Jetzt fällt der kanadische Musikantenhaufen in Wien ein. 

Die Blütezeit der einsamen DJs und Laptopbastler ist vorbei. Wenn es 2005 im Pop einen - zumindest kleinen - Megatrend gab, dann war es der zum eng verschweißten Kollektiv. Gegen den rauen Wind, der den Kreativen von einer auf Sparkurs fahrenden Plattenindustrie entgegenbläst, hilft außer warm Anziehen und Selbstausbeutung auch Kuscheln mit Freunden, das entdeckten in diesem Jahr auffallend viele Musiker.

  "Wir sind keine Band, in der es Konkurrenzdenken gibt, wir sind eine Familie", sagte Régine Chassange von den herzerwärmenden Pop-Jahresbesten Arcade Fire dazu im Falter-Interview. Ganz ähnlich sehen das deren kanadische Landsleute Broken Social Scene, die mit irgendwas zwischen zwölf und 15 Musikern zu den mitgliederstärksten Bands dieser Tage zählen - und zu den spannendsten. An der Schnittstelle zwischen melodiöser Indie-Ästhetik, Postrock


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige