OHREN AUF! Dreimal dreißig

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 48/05 vom 30.11.2005

Nicht nur wegen der Gründung der Sex Pistols war 1975 ein markanter Rockjahrgang, wie gleich drei großzügig aufgemotzte und durchwegs in digital remasterter Form vorliegende Jubiläumsausgaben klassischer Rockalben verdeutlichen. Auf "A Night at the Opera" (Emi) von Queen hat der sogenannte Zahn der Zeit jedoch hörbar Spuren hinterlassen. Neben der unglaublichen Single "Bohemian Rhapsody" finden sich darauf zwar noch einige weitere theatralische Bombastrockstücke für die Ewigkeit; bisweilen stellt sich aber schon auch die Frage, ob man es nicht eher mit einem Glamrockmusical als mit einem Rockklassiker zu tun hat. Zu den frühen Roxy Music verhält sich Queen jedenfalls wie der Faschingsnarr zum Paradiesvogel. Die Bonus-DVD mit Videos aus Archivmaterialien und neuen Aufnahmen ist ein bestenfalls für Hardcorefans erträglicher Witz.

Ganz anders verhält es sich mit "Born To Run" (Sony BMG), dem Schlüsselwerk von Bruce Springsteen. Gleich zwei DVDs ergänzen das in einer großen Hartkartonbox


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