Gebet und Gymnastik

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 48/05 vom 30.11.2005

FILM In "Tibet Revisited" zeigt der Dokumentarfilmer Manfred Neuwirth, wie sehr sich der kulturelle Konflikt am Himalaya in den letzten Jahren verschärft hat. Und dabei gelingt ihm wieder einmal ein unvergesslicher Kinomoment. 

Selten, aber doch, gibt es Momente im Kino, die einem unvergesslich in Erinnerung bleiben. So geschehen in "Tibetische Erinnerungen", dem Mitte der Neunzigerjahre entstandenen Reisejournal von Manfred Neuwirth. Ansichten von Landschaften wechselten mit Impressionen aus dem Alltagsleben, inklusive einer Szene, in der chinesische Soldaten in voller Montur eine Demonstration zerstreuten. Dann, mitten im Film, tauchte wie aus dem Nichts plötzlich das Bild einer lachend picknickenden Großfamilie auf.

  "Tibet Revisited", die im Frühjahr auf der Diagonale uraufgeführte jüngste Arbeit des österreichischen Filmemachers, steht in loser Nachfolge zu dem vor zehn Jahren realisierten Werk. Der kulturelle Konflikt, das zeigt der neue Film deutlich, hat sich in der Zwischenzeit


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige