Björk, go home!

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 48/05 vom 30.11.2005

LITERATUR Kristof Magnusson hat einen erhellenden Island-Roman mit vielen schönen Sätzen, reichlich Alkohol und guter Begleitmusik geschrieben. 

Der Mitteleuropäer stellt sich Island als gelobtes Land vor: Bei 2,9 Einwohnern pro Quadratkilometer hat man viel Platz in eindrucksvollen Naturlandschaften, wenn man seine Ruhe haben möchte, andererseits offeriert die Hauptstadt Reykjavík aber auch ein pulsierendes Nachtleben. Und ein interessantes Völkchen dürften diese Isländer obendrein sein, wo sie doch angeblich Feen lieben und bei einer Population von 300.000 eine beachtliche Zahl an Schriftstellern und Musikern hervorgebracht haben.

  Stimmt so nicht ganz, meint Kristof Magnussons Held Larus in dessen gelungenem Debütroman "Zuhause". Der 29-jährige Autor und seine durchaus als Alter Ego lesbare Hauptfigur müssen es wissen: Beide sind isländischer Herkunft, leben jedoch seit langem in Deutschland und kennen ihr Land somit sowohl aus der Innen- als auch aus der Außenperspektive.


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