NÜCHTERN BETRACHTET

Mein Wunsch an die Firma Henkel

Kultur | aus FALTER 48/05 vom 30.11.2005

Unlängst schleppte die Frau an meiner Seite ein Spaghettiglas an, um Müsli reinzutun. Dort picken die verschiedenen Müsliflocken nämlich nicht so dicht aufeinander und haben eine bessere Aussicht. Allerdings darf man das Spaghettiglas nicht ganz vollflocken, weil am Deckel ein kleiner Plastikwicht hängt, der die Flocken aus dem Glas stieben macht, wenn man dieses blattleben anfüllt: Die Firma Alessi hat sich zweifelsohne größte Verdienste auf dem Gebiet der Infantilisierung von Küchenutensilien erworben. Manche nennen es Design. Nun nähert sich Alessi der Nahrungskette aber auch quasi von hinten. Und das kam so: Alicia Alessi und Hugo Henkel lernten sich vor ziemlich genau einem Jahr bei der Art Basel Miami Beach kennen. Beide waren auf der Suche nach ein paar Quadratmetern angesagtem Öl fürs Eigenheim, vielleicht sogar mal was Installatives. Man wusste einander manches zu erzählen, und weil Alessi (offizielle Leidenschaft: Paolini, Penone und Pistoletto; inoffizielle Leidenschaft:


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