BILDERBUCH

Kultur | aus FALTER 48/05 vom 30.11.2005

Zigaretten waren zuletzt das liebste künstlerische Material von Sarah Lucas. Einen Sarg, Gartenzwerge und einen Christus am Kreuz hat sie aus Tschick zusammengestückelt. Diese Plastiken werden eigentlich erst vor dem Porträt der ruppigen Künstlerin verständlich, die stets eine Zigarette im Mundwinkel trägt und gern ihre Arbeiterklassenherkunft betont. Die 1962 geborene Lucas erlebte mit den "Young British Artists" ihren Durchbruch und gilt seither als provokante Feministin. Viele ihrer Arbeiten tragen den Charakter derber Witze, wobei häufig Objekte zu kruden Symbolen für Geschlechtsorgane werden (Foto: "Au Naturel", 1994). Ob Lucas die Kunst wirklich weiter bringt, darüber kann anhand des frischen Ausstellungskatalogs nachgedacht werden, der alle Arbeiten von 1989 bis 2005 zeigt.

Dziewior/Ruf (Hg.): Sarah Lucas. Ostfildern 2005 (Hatje Cantz). 196 S., E 40,90 / N. S.


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