Das Irakdilemma

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 49/05 vom 07.12.2005

Ausland Sollen die USA ihre Truppen abziehen? Ja, sagen Friedensfreunde. Aber kann man den Irak Fundamentalisten und Faschisten überlassen? 

Endlich diskutieren in den USA nicht nur friedensbewegte Demonstranten, sondern auch Spitzenpolitiker, Starkolumnisten und Fernsehmoderatoren die letztlich entscheidende Frage: Soll sich die Supermacht tatsächlich aus dem Irak zurückziehen? Und zwar nicht in ferner Zukunft, wenn aus dem blutigen Chaos von heute vielleicht doch eine stabile prowestliche Demokratie geworden ist, sondern in den nächsten Monaten. Ausgelöst wurde die Debatte durch die spektakuläre Kehrtwende eines demokratischen Hardliners im Repräsentantenhaus, der in Washington lange Zeit als Sprachrohr des Militärapparats gegolten hat. John Murtha, ein bulliger Vietnamveteran aus Pennsylvania, hält den Krieg im Irak im Wesentlichen für verloren. Den rosigen Bildern der Regierung stellt er seine düstere Bilanz entgegen: Die irakische Ölförderung liegt unter dem Vorkriegsniveau,


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