WAS WAR/KOMMT/FEHLT

Politik | aus FALTER 49/05 vom 07.12.2005

WAS WAR

Visaaffäre Mehrere österreichische Botschaften in Osteuropa stehen in Verdacht, seit Ende der Neunziger Zehntausende Touristenvisa illegal ausgestellt zu haben. In Kiew sollen ein Jahr lang wöchentlich rund fünfzig Visa verscherbelt worden sein, auch an der Budapester Botschaft wird bereits gegen Mitarbeiter ermittelt. In Belgrad inserieren Schlepper, die meist mit Firmen kooperieren, die Ausreisewillige offiziell einladen, noch immer in den Tageszeitungen. Sie versprechen eine "99-prozentige Erfolgsgarantie", denn nach der Einreise können ihre Kunden meist untertauchen. Grün und Rot fordern einen Untersuchungsausschuss.

WAS KOMMT

Schüssel-Besuch bei Bush Als künftiger Ratspräsident der EU wird Kanzler Wolfgang Schüssel am Donnerstag von US-Präsident George W. Bush im Weißen Haus empfangen. Die beiden werden bei ihrem Treffen über "die gemeinsamen globalen Herausforderungen" und "künftige transatlantische Kooperationen" parlieren, was die Oppositionsparteien schon seit Tagen auf die Palme bringt. SPÖ-Klubchef Josef Cap und Grünen-Sicherheitssprecher Peter Pilz wollen nämlich, dass Schüssel und Bush endlich Tacheles reden - und zwar über die nicht genehmigten Flüge der CIA über Europa.

WAS FEHLT

Weihnachtsfrieden in Kärnten Der Haussegen in der Kärntner orange-roten Koalition hängt immer schiefer. Jörg Haider attackierte vergangene Woche wieder einmal SPÖ-Chefin Gaby Schaunig und ihren Ehemann. In ganzseitigen Zeitungsinseraten ließ Haider die Vergabe zweier Aufträge über eine kostspielige Tonanlage für die Klagenfurter Seebühne anprangern - die Anlage war von der Firma, bei der Hans Schaunig als Prokurist arbeitet, 2000 geliefert worden. "Seebühne: Schaunig-Kandut kritisiert - ihr Mann kassiert!" hieß es im Inserat. Die SPÖ-Chefin warf dem Landeshauptmann daraufhin gleich "Verschwendung" von Steuergeldern vor, die Inserate bezeichnete sie als "letztklassig".


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