SPÖ-STADTRÄTIN RENATE BRAUNER

"Wiener Weg nicht riskieren"

Politik | aus FALTER 49/05 vom 07.12.2005

Heroin plus Konsum, das bedeutet Ärger. Zuletzt hat sich Ex-SPÖ-Gesundheitsstadträtin Elisabeth Pittermann mit dem bloßen "Nachdenken" über Fixerstuben oder kontrollierte Heroinabgabe in Wien den Unmut der Genossen zugezogen. Ihre Nachfolgerin Renate Brauner spricht im Falter-Interview über den Wiener Weg, Konsumräume und darüber, wie sie Dreijährigen im Kindergarten ihr Spielzeug wegnehmen lässt, damit sie später nicht zu Drogen greifen.

Falter: Frau Stadträtin, fühlen Sie sich unwohl, wenn Sie am Karlsplatz bei den Suchtkranken vorbeigehen ?

Renate Brauner: Nein, absolut nicht. Aber ich habe auch Verständnis für Menschen, die sich sorgen. Der Karlsplatz ist ein gutes Beispiel für den Wiener Weg. Unsere Streetworker, die sich dort um die Suchtkranken kümmern, werden bei der Neugestaltung nicht verdrängt, sondern bekommen einen Stützpunkt. Aber wir nehmen die Ängste der Anrainer und Passanten ernst. Etwa mit dem Pilotprojekt Help U: Ein Team aus Sozialarbeitern und Angestellten


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