Helfer in der Kreide

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 49/05 vom 07.12.2005

ZIVILCOURAGE Weil die Ministerien mit Fördermitteln knausern, riskiert der Vorstand des Anti-Rassismus-Vereins ZARA nun einen Privatkredit. 

Wer sich selbst so schädigt, sollte eigentlich entmündigt werden." Dieter Schindlauer, Geschäftsführer des Vereins für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit (ZARA), ist zumindest der Humor geblieben. Gemeinsam mit fünf weiteren Vorstandsmitgliedern hat der 34-jährige Jurist vor kurzem auf der Bank einen Rahmenkredit über 60.000 Euro unterschrieben. "Hätten wir das nicht gemacht, wäre unsere Beratungsstelle geschlossen", sagt Schindlauer.

  Seit fünf Jahren berät ZARA Opfer rassistischer Diskriminierung. Wer etwa aufgrund seiner Hautfarbe als Wohnungsmieter abgelehnt oder wegen des Kopftuchs angepöbelt wird, dem helfen die Berater im ZARA-Büro im 6. Bezirk mit Anfragen, Beschwerdebriefen und rechtlichem Beistand vor Gericht. ZARA hat öffentlich gemacht, dass Menschen mit dunkler Hautfarbe von zahlreichen Türstehern in Wien der Eintritt


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