WIENZEUG

Politik | aus FALTER 49/05 vom 07.12.2005

Zehn Jahre Hemayat Wer einen Krieg überstanden hat, für den sind die Schrecken oft noch lange nicht vorbei. Gut ein Drittel aller Menschen, die solch eine Katastrophe miterlebt haben, leiden unter posttraumatischen Belastungsstörungen. Um Kriegsgeschädigte, Folteropfer und traumatisierte Flüchtlinge kümmert sich in Österreich seit zehn Jahren der Verein Hemayat. Bislang betreute das Team aus 19 Psychotherapeuten und Ärzten 2000 Menschen aus vierzig Ländern. Die Regierung mache es dieser Klientel nicht gerade leichter, kritisierte Hemayat - persisch für "Schutz" - zum Jubiläum: Das neue Asylgesetz bringe Verschlechterungen für geflüchtete Folteropfer.

Handys entsorgen Wer zu Weihnachten das neueste Superhandy bekommt, kann sein altes Modell jetzt nützlich entsorgen. Die Cliniclowns, die in Spitälern Patienten aufheitern, bekommen von Unternehmen für jedes recycelte Gerät eine Spende von 1,50 Euro. Alte und kaputte Handys an folgende Adresse schicken: Clini-clowns Austria, Postfach 100, A-1180 Wien.

Facing Israel Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern löst nicht nur im Nahen Osten, sondern auch in den Einwandererghettos der europäischen Städte glühenden Nationalismus aus. Um dieses Thema geht es in der nächsten Veranstaltung der von der Israelitischen Kultusgemeinde veranstalteten Diskussionsreihe "Facing Israel". Esther Benbassa, Professorin für moderne jüdische Geschichte an der Pariser Sorbonne, wird die Konflikte zwischen Juden und Arabern in der Emigration analysieren. Der Vortrag findet auf Englisch statt. Aus Sicherheitsgründen müssen Besucher einen Ausweis mitnehmen und eine halbe Stunde vor Beginn erscheinen.

Montag, 19. Dezember, 19 Uhr, Israelitische Kultusgemeinde, 1., Seitenstettengasse 2.


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