MEDIENSPLITTER

Medien | aus FALTER 49/05 vom 07.12.2005

Urteil bei Yvon gegen "profil" Rauswurf nach 22 Jahren: Im Juni 2003 entließ das Nachrichtenmagazin profil den renommierten Reporter Paul Yvon. Anlass war eine Homepage, auf der sich der Journalist nebenbei als "Medienberater" anbot. "Für unsere Kunden bleiben wir gerne die Feuerwehr im Hintergrund", warb Yvon und veröffentlichte eine Kundenliste, die von diversen Ministerien bis zur Erzdiözese Wien reichte. Ein Entlassungsgrund, weil die Jobs unvereinbar sind? Oder bloß ein Vorwand, um einen teuren Mitarbeiter, mit dem lange über eine Vertragsauflösung verhandelt wurde, billig loszuwerden? Das Arbeitsgericht entschied in erster Instanz zugunsten Yvons. Weil das Urteil nicht rechtskräftig ist, wollen weder Yvon noch sein Anwalt Dieter Ortner Stellung nehmen. profil-Herausgeber Christian Rainer sagt: "Ich bin empört. Der Richter hat nicht begriffen, dass ein unabhängiger profil-Journalist nicht Institutionen beraten darf, über die sein Blatt kritisch berichtet."

ORF-Orgasmustrainer


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