Aus dem Bett gekrochen

Kultur | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 49/05 vom 07.12.2005

LONDON SOUND FILES Ein Gespräch mit Jeff Tweedy von Wilco über den seltenen Fall eines gelungenen Livealbums und ein nicht minder gelungener Abend mit der keineswegs kanadischen Band Of Montreal. 

Rar ist die Zahl der Livealben, von denen sich ernsthaft behaupten ließe, dass sie eine Popdiskografie wesentlich bereichert hätten. Und wenn schon seit Ewigkeiten keine mit poppaläozoischen Klassikern (Hendrix' "Band of Gypsys", Tim Buckleys "Dream Letter", The Who's "Live at Leeds" ...) vergleichbaren Exemplare dieses fragwürdigen Formats erschienen sind, liegt das nicht nur an den allzu luftdicht durchinszenierten Shows zeitgenössischer Bands, sondern auch am - gerade vor Weihnachten wieder besonders heftigen - Vormarsch der ultimativen Nemesis des Livealbums: der in der Lücke nach dem jeweils letzten Hitalbum eingeschobenen, obligaten Live-DVD.

  Der Ruf des Markts war selbst an einer populären Partie aus Illinois namens Wilco nicht vorübergegangen. "Wir stellten fest, dass es


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