STREIFENWEISE

MAYA McKECHNEAY, MICHAEL OMASTA | Kultur | aus FALTER 49/05 vom 07.12.2005

Na bitte. Mit der Verfilmung von C.S. Lewis' Jugendroman "The Chronicles of Narnia: The Lion, the Witch and the Wardrobe" wäre das magische Dreieck mit den Brit-Lit-Eckpunkten "Harry Potter" und "Lord of the Rings" nun also komplett. Dabei gibt es Berührungen nicht nur von Autor zu Autor: Lewis betrieb in Oxford mit J.R.R. Tolkien einen Literaturclub; J.K. Rowling nennt fünfzig Jahre später Lewis ihren Lieblingsschriftsteller. Dass sich nun auch die Filmwelten so stark ähneln, liegt an fallweisen Überschneidungen der Special-Effects-Crew (Industrial Light & Magic) und Drehorte (Neuseeland) ebenso wie an drei ähnlich strukturierten sinfonischen Scores, die widersinnigerweise jedes visuelle Bemühen um Andersartigkeit mit 08/15-Bombast konterkarieren. Trotzdem ist "Narnia", der Film, besser, als es die Herkunft aus dem Hause Disney verheißt: Die labyrinthische Düsternis des Romans um vier Kinder, die sich im ewigen Winter einer Parallelwelt verlieren, findet in der Tiefenwirkung

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige