Mozartkugelverbot

Stadtleben | WOLFGANG PATERNO | aus FALTER 49/05 vom 07.12.2005

INITIATIVE Die "Heumühlbogen-Ouvertüre" packt das Mozartjahr in eine Woche. Im Drehpunkt des Geschehens: der wundersame Herr Weber. 

Er gleicht zwar eher dem späten Schubert, mit seinem in alle Windrichtungen abstehenden Haar, während der Mozartwoche in der Heumühlgasse steht er dennoch im Mittelpunkt der Ereignisse. Der freundliche Herr Weber betreibt seit einiger Zeit den wohl außergewöhnlichsten Bioladen der Stadt. Helmut Weber, 62, teilt sein Leben in ein Vorher und ein Nachher ein, es ist die Geschichte einer wundersamen Wandlung: Aus der vermaledeiten Vergangenheit ragt etwa noch das Autowunschkennzeichen "Weber 7" in die Gegenwart. Früher, beinah vierzig Jahre lang, arbeitete Weber als Pflanzenschutztechniker für die Industrie. Er verdiente damals ein kleines Vermögen pro Monat, das er in Extravaganzen wie außergewöhnliche Nummernschilder investierte. Heute lebt der Mann, und das sehr bewusst und, wie er nicht müde wird zu betonen, sehr zufrieden, am Rande des Existenzminimums.


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