VORWORT

Missethon und Robinson

Steiermark Vorwort | THOMAS WOLKINGER | aus FALTER 49/05 vom 07.12.2005

Man soll seine Zeit ja nicht mit oberflächlichen Spekulationen verplempern. Aber hätte man einen Wettbewerb für den Namen des neuen ÖVP-Landesgeschäftsführers ausgeschrieben und hätte eine Einsenderin den Namen Missethon vorgeschlagen - es hätte keiner langwierigen Jurysitzungen bedurft. Seinem Namen alle Ehre machte der Nationalratsabgeordnete und Leobener Bezirksparteiobmann Hannes Missethon auch gleich bei seiner Antrittspressekonferenz als Parteigeschäftsführer. Dort geißelte er das "sozialistische System", als gäbe es kein Morgen. Die Sozialisten übten Gesinnungsdruck aus und bauten Abhängigkeiten auf. Das habe sich nach der Wahl eher bestätigt. Kein Zweifel: Wo Missethon drauf steht, ist eher wenig Wohlklang drin.

  Aber hat der Mann auch Recht? Muss man, wie Missethon fürchtet, demnächst Angst davor haben, dass "uns in der Steiermark blüht, was in Leoben blüht"? Was blüht denn überhaupt? Jetzt, wo sich die politische Lage einigermaßen stabilisiert hat, die


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