Wolf im Schlafrock

Steiermark Politik | GERLINDE PÖLSLER | aus FALTER 49/05 vom 07.12.2005

PORTRÄT Der künftige steirische FPÖ-Chef Gerhard Kurzmann verbreitet Kriminelle-Asylanten-Polemik - gleichzeitig gilt er als stiller Hinterbänkler. Was treibt den Mann? 

In gedeckten Farben steht da, am Eingang zum Adventmarkt, ein Anfang-Fünfziger mit ordentlich gescheitelter Frisur und Schokonikoläuschen in der Hand. Er lächelt höflich. "Darf ich Ihnen eine Information der Grazer Freiheitlichen zum Punkteführerschein überreichen?", redet er mit nicht übertrieben lauter Stimme Vorbeikommende an und hält ihnen Nikolaus und Infoblatt hin.

  Dass es sich bei dem zurückhaltenden Herrn um den künftigen steirischen Landes-FPÖ- und schon jetzt Grazer Stadtparteichef handelt, auf die Idee käme wohl kaum jemand - Gerhard Kurzmann hat mit einem HC Strache oder Jörg Haider so gar nichts gemein. Schon gar nicht würde man vermuten, dass dieser Mann Parolen über "ausländische Maskenmänner" trommeln lässt, die "friedlich schlafende Bürger im eigenen Heim überraschen - eine grauenhafte


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