Platzhirsch am Kirchplatz

Steiermark Stadtleben | JUDITH SCHWENTNER | aus FALTER 49/05 vom 07.12.2005

NEUES LOKAL Im Fernitzer Purkarthofer wird wieder österreichisch gekocht und die Kirche dabei weitgehend im Dorf gelassen. 

Normalerweise ist es so: Ein traditionsreiches Gasthaus gibt seine Tradition auf und wird kurzerhand mit den entsprechenden Attributen zum "Chinesen". Drachen vor die Tür, ein paar Lampions an die Decke, die Speisen nummeriert und Pflaumenwein zum Nachtisch. Dagegen ist nichts einzuwenden, solange es angenommen wird. Eine gewisse Übersättigung an vermeintlicher Chinakost scheint sich aber allmählich einzustellen. Dass diese Entwicklung manchmal wieder umgekehrt wird, ist daher nicht ganz unverständlich, aber dennoch bemerkenswert. Vor allem an der Grazer Peripherie, etwa wenn man die Stadt Richtung Süden verlässt, sorgen noch immer chinesische Restaurantanlagen auch architektonisch für Aufmerksamkeit.

  Eine Umkehrung der erwähnten Art ist aus Fernitz zu vermelden. Nach langer chinesischer Küchenherrschaft steht nun mit Sigi Pilich wieder ein Österreicher


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