Von drinnen nach draußen

Steiermark Politik | THOMAS WOLKINGER | aus FALTER 50/05 vom 14.12.2005

STRAFVOLLZUG Trotz liberaler Vollzugspraxis und einer ganzen Reihe von Neubauten auch in der Steiermark sind die Gefängnisse immer noch zum Bersten voll. Mit wirklich mutigen Reformen ist das Justizministerium weiterhin säumig.

Schon aus der Ferne leuchtet das neue Gebäude dem Besucher freundlich orange und gelb entgegen. Ein Zeichen, das Josef Adam und seine Mitarbeiter bewusst gesetzt haben. "Wir wollten das Justizgrau und Grün vermeiden", sagt der Leiter der Justizanstalt Graz Jakomini, der nicht ohne Stolz durch das frisch gestrichene Freigängerhaus führt, das Ende des Jahres fertig gestellt sein wird und 102 Häftlinge in "gelockertem Vollzug" beherbergen soll. Im Gegensatz zu den schwer überbelegten Zellen im Haupthaus nimmt sich der neue Trakt mit seinen lichten Ein- und Zweimannzellen mit eigener Dusche, seinen Werkstätten und Gemeinschaftsräumen beinahe wie ein Teil der freien Welt aus. Für die Freigänger, die das Gefängnis dann wochentags verlassen dürfen, um zu arbeiten


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