Welche Signale hört der Kommunist?

Kalteneggers Plattensammlung

HERWIG G. HÖLLER | Steiermark Kultur | aus FALTER 50/05 vom 14.12.2005

Gisela May singt Tucholsky". Schon die erste Platte, die Ernest Kaltenegger (KPÖ) in den frühen Siebzigern in Judenburg mit seiner Lehrlingsentschädigung kaufte, mutet programmatisch an. Von der könne er heute noch fast alle Texte auswendig, gesteht Kaltenegger dem Falter und gerät ins Schwärmen: "Da waren tolle Sachen drauf, Der Graben', Das Leibregiment'. Antikriegslieder." Nach May begann er sich für Franz Josef Degenhardt zu interessieren. Allerdings hatte er damals noch keinen Plattenspieler, wusste aber mit einem Trick das Private mit politischen Interessen optimal zu kombinieren. Kaltenegger arbeitete damals in einem Elektrogeschäft. Zum Vorführen zu verkaufender Plattenspieler verwendete er seine Platten, legte interessierten Kunden etwa Degenhardts "He, Fremder mit dem Hinkefuss" auf: "Da waren manche sehr verwundert!"

  Auch wenn Kalteneggers Plattensammlung die Rolling Stones oder Bob Dylan beinhaltet, liegt sein Schwerpunkt eindeutig bei politischen Liedern. Es gebe

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