Steirerbrauch

Steiermark Stadtleben | aus FALTER 50/05 vom 14.12.2005

CHRISTBAUM SCHNEIDEN Hat schon der Urgroßvater vom Urgroßvater mit dem Urenkel vom Urenkel so gemacht. Den Flachmann mit dem Doppeltbrennten haben's eingsteckt, die Axt auf die Schulter gnommen und die Hauben tief in die Stirn zogen. Feierlich war's! Zwei Stunden vor Morgengrauen sind's los. In Höllbauer-Wald. Hat immer die schönsten Tannen gehabt. Den ersten Schnaps haben's gleich beim Haustor wegtan. Den zweiten wie's beim Höllbauer-Hof vorbei sind. Den dritten am Waldrand. Dann haben's zum Zählen aufghört. War nicht mehr feierlich. Den erstbesten Baum haben's dann umghackt. Ein paar Wipferln dazu. Zur Gaude. Verdient haben's es, die Höllbauern, die Alten genau wie die Jungen. Und am Heimweg haben's dem Höllbauern am Hof dann ein "Danke" in den weißen Schnee brunzt. In Schreibschrift. T. W.


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