Jefferson ade!

Vorwort | HEINZ GÄRTNER | aus FALTER 50/05 vom 14.12.2005

KOMMENTAR Statt die Vorwürfe zu den CIA-Geheimgefängnissen in Europa aufzuklären, relativieren die USA Folter. 

Zu Recht wurden die USA nach 1945 als Antithese zum menschenverachtenden Hitlerregime gesehen. Als Verteidiger der westlichen Zivilisation waren sie demokratisch, offen und rechtsstaatlich. Als Gegenpol zum totalitären Kommunismus wurde dieses Bild der USA im Kalten Krieg bestätigt. Dieser richtige Gesamteindruck wurde etwas getrübt durch die McCarthy-Ära, in der vermeintlichen, aber nicht wirklichen Kommunisten Schauprozesse gemacht wurden, und durch die Unterstützung, die die CIA lateinamerikanischen Diktaturen bei Foltern und anderen menschenrechtswidrigen Praktiken im Namen des Kampfes gegen kommunistische Aufständische angedeihen ließen.

  Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus und dem Verschwinden der Roten Armee waren die USA als größte Macht mit der stärksten Armee auch eine entwickelte Demokratie, die rechtsstaatliche Regeln, Menschenrechte und Völkerrecht


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