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Politik | ROBERT MISIK | aus FALTER 50/05 vom 14.12.2005

KONSERVATIVISMUS Eine "neue Bürgerlichkeit" ist im Kommen, ihr Star heißt Udo di Fabio. Doch sein vielgepriesenes Werk "Die Kultur der Freiheit" ist ein einziges intellektuelles Desaster. 

Für Konrad Adam ist es schlicht "ein großes Buch", das der Verfassungsrechtler geschrieben hat. Mariam Lau erhofft sich in der Welt, dass "in diesem konstruktiven Konservativismus, der ohne die Ressentiments der klassischen Kulturkritik auskommt, vielleicht die Begleitmusik für eine große Koalition liegen könnte". Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und die sogenannte "Initiative Soziale Marktwirtschaft" haben Udo di Fabio für seine Fibel "Die Kultur der Freiheit" jetzt auch noch den Ehrentitel "Reformer des Jahres 2005" verliehen.

  Da ist man voller freudiger, neugieriger Erwartung. Gibt es sie also doch noch, die intelligenten Konservativen, die zu mehr fähig sind als zu verschwitztem Selbstmitleid? Es heißt ja, der Neokonservativismus und die "neue Bürgerlichkeit" seien schwer


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