Äthergezeter

Medien | STEFAN APFL und WOLFGANG LUEF | aus FALTER 50/05 vom 14.12.2005

RUNDFUNK Wien bekommt ein neues Privatradio. Die wichtigsten Medienkonzerne des Landes bewerben sich um die Lizenz - dabei sollte es doch um mehr Meinungsvielfalt gehen. 

Tucholsky, Einstein, Nestroy, Popper, Churchill und Reich-Ranicki müssen herhalten, um FM Radio GmbH zu ihrem Ziel zu verhelfen: die Wiener Radiofrequenz 98,3. "Der Wert eines Dialogs hängt vor allem von der Vielfalt der konkurrierenden Meinungen ab", steht in ihrem Antrag, der damit - nebst anderen honorigen Herren - Karl Raimund Popper zitiert.

  Im Oktober 2005 endete die Antragsfrist für die zwanzigste Radiofrequenz in Wien. Auf sieben Frequenzen laufen bisher Privatradios, zwölf weitere benützt der ORF. Die ausgeschriebene Frequenz 98,3 werden 1,7 Millionen Wiener hören können. Für den lukrativen Markt sind 25 Anträge bei der zuständigen Behörde KommAustria eingegangen - ein neuer Rekord. Alle Anträge liegen dem Falter im Volltext vor.

  Mit dabei sind die Verlage der wichtigsten Zeitungen des Landes.


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