Direktorenpoker

Medien | WOLFGANG LUEF | aus FALTER 50/05 vom 14.12.2005

ORF Nach der ORF-Publikumsratswahl bleibt alles beim Alten - bis zum nächsten Sommer. 

Ganz am Ende steht die Kandidatur von Monika Lindner als ORF-Generaldirektorin. Ganz am Anfang die Wahl zum ORF-Publikumsrat, die vergangene Woche zu Ende ging: Die SPÖ hat es nach 2001 nun zum zweiten Mal geschafft, alle von ihr unterstützten Kandidaten in den Publikumsrat zu bringen. Nicht, weil die SPÖ-Kandidaten inhaltlich so viel mehr anzubieten gehabt hätten, sondern weil die Sozialdemokraten besser mobilisiert haben.

  In der Sehervertretung bleibt also farblich alles beim Alten. Die Mehrheit der 35 Mitglieder im Gremium bestellt ohnehin der Bundeskanzler. Außerdem mangelt es dem Publikumsrat an realen Kompetenzen. Er kann Empfehlungen abgeben, an die man sich im ORF nicht zu halten braucht.

  Die Publikumsratswahl wäre für ÖVP-nahe Kandidaten aber ein Ticket in den Stiftungsrat gewesen - wo nächsten August der neue ORF-Generaldirektor bestimmt wird. So hätten sich die Schwarzen die


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