Berge wie Sand am Meer

Kultur | ANTONIO FIAN | aus FALTER 50/05 vom 14.12.2005

HUMOR Heino Jaeger (1938-1997) ist der legitime Nachfolger Karl Valentins und nach wie vor einer der großen Übersehenen. Ein schön gemachter Sammelband mit Texten und Bildern versucht, dagegen etwas zu unternehmen. 

Der Maler und Kabarettist Heino Jaeger wurde am Neujahrstag 1938 in Harburg, einem Vorort von Hamburg, geboren. Seine Biografie steht in krassem Gegensatz zu seinem Werk, ist also alles andere als lustig. Feuer spielt in ihr eine wesentliche Rolle: Aus dem bombardierten, brennenden Hamburg flüchtet die Familie nach Dresden, von dort, nach den Bombenangriffen im Februar 1945, wieder zurück nach Harburg. "Die Amoralität dieses Krieges und dieses Angriffs", schreibt Joska Pintschovius, Jaegers lebenslanger Freund, in seiner "erzählten Biografie", "war für Jaeger in einem einzigen Bild festgehalten: Still und gefasst kam den Flüchtenden ein Junge entgegen, an seiner Hand führte er ein kleines Mädchen, beide trugen ihre Nachthemdchen und gingen unaufgehalten, wie traumwandelnd,


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