Wolferl im Netz des Bösen

CARSTEN FASTNER | Kultur | aus FALTER 50/05 vom 14.12.2005

MOZART 2006 Klischees werden im kommenden Jubeljahr en masse verbraten werden. Hier einige Empfehlungen für neu erschienene Bücher, die bei der Suche nach dem "wahren" Mozart hilfreich sind. 

Einer muss immer der Böse sein. Das gilt auch für (fast) alle Geschichten, die von Wolfgang Mozart handeln. Die grundfalsche, aber weit verbreitete Legende vom verarmt und vergessen verstorbenen Göttersohn zum Beispiel gibt Mozarts Wiener Zeitgenossen die Schuld, das Genie in ihren Reihen zu Lebzeiten verkannt zu haben. Der Autor Peter Shaffer wiederum griff für sein Theaterstück "Amadeus" (und den gleichnamigen Film von Milos Forman) auf eine weitere Legende zurück und besetzte die Rolle des Bösewichts - wirkungsvoll, aber historisch unhaltbar - mit Mozarts vermeintlichem Todfeind Antonio Salieri.

  Selbst seriöse Mozartbiografen wie Erich Schenk oder Wolfgang Hildesheimer kommen nicht ohne ein Feindbild aus, wenn sie die Ambivalenzen in Persönlichkeit und Leben des außergewöhnlichen

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