Abgang zur Unzeit

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 50/05 vom 14.12.2005

BUSH-BUCH John Mendelssohn hat mit "Warten auf Kate" einen witzigen Roman aus der Sicht eines suizidalen Kate-Bush-Fans geschrieben. 

Gegensätze ziehen sich an. Ein ungeschriebenes Showbiz-Gesetz besagt, dass gerade scheue Künstler oft die hartnäckigsten Fans haben, darunter nicht selten distanzlose Hardcoreverehrer, die direkt am Leben ihrer Idole teilnehmen wollen. Die englische Sängerin Kate Bush, die zwischen der Einspielung ihrer eigentümlich schönen Alben gern ein abgeschiedenes Familienleben führt, könnte bestimmt das eine oder andere Lied davon trällern.

  Wie verrückt ist der durchschnittliche Kate-Bush-Fan? Der in der Nähe von London lebende US-amerikanische Autor John Mendelssohn ist mit der Materie seit gut 25 Jahren - sozusagen aus erster Hand - vertraut. Sein Buch "Warten auf Kate" (im englischen Original 2004 erschienen) basiert auf der Tatsache, dass Bush seit 1993 kein neues Album mehr veröffentlicht hat und ihre Anhängerschaft in der Zwischenzeit entsprechend


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