König, Dame, Turm

Kultur | DREHLI ROBNIK | aus FALTER 50/05 vom 14.12.2005

FILM Peter Jacksons gigantisches Remake von "King Kong" spielt mit Traditionen, Perversionen und Angstfantasien. Und dann geht der Affe sogar eislaufen. 

King Kong kann vieles bedeuten. Zum Start von Peter Jacksons Blockbuster dient er gar als Werbespotfigur einer seit jeher mit cinephilem Flair beworbenen Taschentuchmarke: Oh, it's a Kong! Kong heißt, so heißt es, in dem Teil Indonesiens, aus dem der Titelheld stammt, "Affe". Und einer Entstehungslegende zufolge war er einst nicht nur King, sondern sogar Kaiser: Ein Plakat aus dem Ersten Weltkrieg zeigte der US-Öffentlichkeit den deutschen Imperator als brüllenden Riesenaffen. Dieses Sujet könnte Ernest B. Schoedsack und Merian C. Cooper, die nach ihrem Kriegsdienst als filmende Abenteurer umherreisten, mit zu ihrem Filmhit von 1933 inspiriert haben. Zwischen Kaiser und King vermarkteten die Populärethnografen auch ein exotisches Filmbestiarium mit dem Titel "Chang". Dann kam Kong. Bingo!

  King Kong, die Kinoikone. Sein Wüten


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