"Ich glaube, es ist Liebe"

Politik | GERALD JOHN und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 51/05 vom 21.12.2005

WIRTSCHAFT Die neue Siemens-Generaldirektorin Brigitte Ederer über einsame Entscheidungen, verrückte Leidenschaften, bösartige Kapitalisten und die Gründe, warum sie sich immer noch Gitti nennt. 

Ich habe meinem Pressesprecher zehn Jammergutscheine gegeben, aber dann muss Schluss sein", scherzt Brigitte Ederer, als sie zum Interview Platz nimmt. Die ehemalige SPÖ-Europastaatssekretärin und Finanzstadträtin hat es in eine nicht gerade heimelige Gegend Wiens verschlagen. Zwischen Wohnsilos, Industrieparks und Gstetten sitzt die 49-Jährige im tiefsten Floridsdorf, die Spitze des Stephansdoms sieht sie von ihrem Bürokasten aus weit weg am Horizont hervorlugen. Allerdings wird Ederer für das Arbeitsleben in der Einöde mehr als entschädigt. Seit vergangener Woche ist die studierte Volkswirtin Generaldirektorin von Siemens Österreich, dem größten Technologiekonzern des Landes, der nach der Übernahme des Anlagenbauers VA Tech 30.300 Mitarbeiter beschäftigen und einen Umsatz von


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