"Mund halten!"

Politik | GERALD JOHN | aus FALTER 51/05 vom 21.12.2005

EUROPA Gerade noch rechtzeitig, ehe Österreich am 1. Jänner den Vorsitz übernimmt, stellte die EU mit dem neuen Budget die Weichen für die nächsten sieben Jahre. Führen diese in eine rosigere Zukunft? 

Auf der einen Seite der mafiaartige Moloch, der jedes Jahr nach mehr Geld lechzt. Auf der anderen die armen Bürger, die verzweifelt ihre Sparbüchln verteidigen. Das ist Europa - zumindest wenn es nach den Wortmeldungen der letzten Tage geht. Von links bis rechts bejammern Kommentatoren, dass uns die EU kräftig zur Kasse bittet. "Nun müssen die Österreicher zur Kenntnis nehmen, dass sie sehr viel mehr zahlen müssen", klagt SPÖ-Europasprecher Caspar Einem und klingt dabei nicht viel anders als FPÖ-Chef Heinz Christian Strache. "Das kostet uns die EU wirklich!", titelt die Kronen Zeitung mit säuerlichem Unterton, während der ÖVP-Kanzler vom heroischen Kampf gegen noch dreistere Begehrlichkeiten Brüssels berichtet: "Die Bayern ärgern sich furchtbar, weil sie nicht genauso


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