"Kultur der Freiheit schaffen"

Politik | ROBERT MISIK | aus FALTER 51/05 vom 21.12.2005

ISLAMISMUS Der Historiker Dan Diner über die Modernisierungsresistenz der arabischen Welt, antiimperialistische Rhetorik im Westen und warum es ausgeschlossen ist, dass heute ein arabischer Naturwissenschaftler den Nobelpreis bekommt. 

In seinem neuen Buch "Versiegelte Zeit - Über den Stillstand der islamischen Welt" geht Dan Diner einer heiklen Frage nach: Wie sehr sind die Religion und die islamische Kultur- und Geisteswelt Ursache für die Krise der arabischen Gesellschaften? Diner, 59, ist Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig und Professor an der Hebrew University in Jerusalem. Zu den Arbeitsschwerpunkten des streitbaren Historikers und Publizisten gehören die Geschichte des Nationalsozialismus, die Universalgeschichte des 20. Jahrhunderts und die Ordnung des Vorderen Orients.

Falter: Sie beschäftigen sich in Ihrem neuen Buch mit den Modernisierungshemmnissen in der arabischen Welt. Worin bestehen die denn?

Dan Diner:


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