Kommentar

Festwochen 2006: schöne Bescherung?

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 51/05 vom 21.12.2005

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Alle Jahre wieder kommt das Christuskind. Aber zuerst kommt Luc Bondy und beschert den Wienern das Festwochenprogramm (siehe auch Seite 90). Kurz vor Weihnachten findet traditionellerweise die Programmpressekonferenz der Wiener Festwochen statt. Es ist die bestbesuchte Pressekonferenz des Jahres, man trifft dort Kolleginnen und Kollegen, die anscheinend hauptberuflich von der Festwochenpressekonferenz berichten; während des Jahres sind sie nämlich unsichtbar. Kein Zweifel: Die Festwochen sind mindestens so populär wie Weihnachten. Der Unterschied ist, dass die Geschenke fünf Monate vor der Bescherung bekannt gegeben werden. Und dass man dafür bezahlen muss.

Santa Luc Bondy bedankt sich bei Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, den der Intendant wahlweise "Mailath" oder "Andy" nennt, für die großzügige Unterstützung (10,8 Millionen steuert die Stadt Wien bei) und philosophiert ein bisschen über den Namen des Festivals, das er lieber "Frühlingsfest"


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