OHREN AUF! Der Knef zum 80er

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 51/05 vom 21.12.2005

Hildegard Knef wäre am 28. Dezember achtzig geworden. Die Berlinerin war Deutschlands erster Nachkriegsfilmstar, sie eroberte als Hauptdarstellerin in Cole Porters "Silk Stockings" den Broadway und reüssierte als Buchautorin. Vor allem aber war Hildegard Knef eine im deutschsprachigen Raum einzigartige Sängerin, wobei sie weniger durch die besondere Qualität ihres Gesangs als vielmehr durch die unbedingte Autorität ihrer Stimme faszinierte und dabei schlagerähnliche Leichtigkeit ebenso beherrschte wie angejazzte Tanzmusik und tiefgründige Chansons; lakonische Abgeklärtheit und erfrischende Selbstironie standen in den vielfach von Knef selbst verfassten Songtexten neben unerschütterlichem Optimismus und unbedingter Lebenslust.

"Es ist keine oberflächliche Berliner Schnauze, es ist eine, die auf sehr viel Nachdenklichkeit basiert", bemerkte der deutsche Bundeskanzler Willy Brandt im TV-Special "Knef 73" sehr treffend. Kombiniert mit der 75er-Show "Hildegard Knef und ihre Lieder"


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