"So isses und Osiris!"

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 51/05 vom 21.12.2005

KINDERTHEATER Franzobels Kinderoper "Die Nase" überzeugt vor allem durch das Libretto, die Kostüme und die Darsteller, die in diesen stecken. 

Es gibt Dinge, da muss man offenbar durch. Im Kinder- und Jugendtheater ist das neuerdings das Pubertierendenballett - dargeboten von Menschen, die diesen apokalyptischen Lebensabschnitt schon vor Jahren und Jahrzehnten glücklich hinter sich gebracht haben. Das sieht dann ein bisschen so aus wie eine Boygroupparodie betrunkener Junglehrer beim Schulfasching des Bundesrealgymnasiums Amstetten. Die gute Nachricht: Die Anfangschoreografie ist mit Abstand der peinlichste Moment der ganzen Aufführung, von da an geht's praktisch steil bergauf. Strategisch hat es Regisseur Georg Staudacher also ganz gut getroffen - vielleicht kann man in Zukunft aber doch von rhythmischem Unfug mit Radhelmen absehen.

  Die Kinderoper "Die Nase" (Libretto: Franzobel; Musik: Michael Mautner) handelt von Gottfrieds Nase, die abhaut, weil sie von ihrem Träger als Makel


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