Honig, Pot und Wodka

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 51/05 vom 21.12.2005

FEIERTAGSKINo Die letzten Filmstarts des alten Jahres und die ersten des neuen: eine Rundschau der "Falter"-Filmredaktion über das Kino der kommenden Wochen.

"Wilde Bienen"

Es ist schon seltsam: Je größer die Räume, in denen wir medial und wirtschaftlich denken, desto größer die Sehnsucht nach dem überschaubaren Milieu. Im Kino zeigt sich das immer wieder am Erfolg des Subgenres "Dorfgemeinschaftsfilm": Schauplatz ist in der Regel eine Ansammlung windumzauster Häuschen, deren wollpullovertragende Bewohner so richtig auf Du und Du sind. Wie in "Die Große Verführung", dem diesjährigen Tiefpunkt in Sachen "Warmherzigkeit". Die tschechische Komödie "Wilde Bienen" ("Divoké vceli", Regie: Bohdan Slama), die gemächlich ein paar kleinere und größere Konflikte aus dem Alltag eines mährischen Dörfchens auffaltet, ist im Vergleich erträglich. Immerhin versucht sie ihre Besetzung aus Laien- und Berufsdarstellern nicht durch schräge Kamerawinkel oder Kostümeinfälle kauziger zu machen,


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