"Kotzen wir auf die DJs!"

Kultur | VERENA MAYER und ROLAND KOBERG | aus FALTER 51/05 vom 21.12.2005

LITERATUR Wilde Jahre einer Nobelpreisträgerin: Um 1970 wollte Elfriede Jelinek Teil einer Jugendbewegung sein. Sie trat mit Krautrockbands auf, lebte in der WG und verfasste politische Manifeste. Ein Vorabdruck aus der ersten Jelinek-Biografie, die im Jänner erscheint. 

Den Tod ihres Vaters, der am 22. Mai 1969 im Psychiatrischen Krankenhaus Baumgartner Höhe den Folgen einer Lungenentzündung erlegen war, schob Elfriede Jelinek beiseite, sie erlebte ihn kurzfristig sogar als Erleichterung. Nach dem Zusammengeschlossensein der Familie auf engstem Raum, nach ihrer jahrelangen Krankheit hatte sie wieder Luft zum Atmen. Die Trauer um den Vater wird mit großer Intensität wiederkehren, einstweilen warf sich Elfriede Jelinek ins Leben.

  An ihrer Seite hatte sie den Komponisten und Musikwissenschaftler Wilhelm Zobl. Er war ein schmaler Junge, ein paar Jahre jünger als sie, die beiden verband viel. Zobl war als Einzelkind in kleinbürgerlichen Verhältnissen aufgewachsen wie sie, er hatte


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