Carl und seine 600 Helden

Stadtleben | aus FALTER 51/05 vom 21.12.2005

HANDWERK Seit nunmehr achtzig Jahren und drei Generationen betreibt die Auböck-Dynastie ihre weltweit geschätzte Designmanufaktur in der Bernardgasse in Neubau. Derzeit steht Carl Auböck III. der Ideenschmiede vor. Porträt eines Unermüdlichen. WOLFGANG PATERNO

Es ist einer dieser Momente, in denen Carl Auböck III. irgendwie den Gesetzen der Schwerkraft enthoben wird. Auböck serviert Kaffee. Er stellt die beiden weißen Mokkatassen auf einen niedrigen Tisch inmitten einer Sitzgruppe, platziert sie neben einem Aschenbecher, ein Auböck-Exponat aus dem Jahr 1959. Die einige Jahrzehnte alten Tassen stammen ebenfalls aus der hauseigenen Werkstätte. Nur der Kaffeelöffel, der ist nicht von Auböck.

  Kein Auböck-Löffel, ein Alessi-Löffel. Für dieses Mal bildet ein Haushaltsutensil den Ausgangspunkt für die Reise in die buntscheckige, wunderliche Welt des Carl Auböck. Der großgewachsene Mann springt auf, eilt für einen Augenblick aus dem Zimmer, lässt sich wieder in den Sessel


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