Silvestersausen

MARTINA STEMMER | Stadtleben | aus FALTER 51/05 vom 21.12.2005

JAHRESWECHSEL Glücksschweinmützenträgertreffen, PräsidentInnenschaftsfest oder H.A.P.P.Yning: Am 31. Dezember ist wieder richtig viel los. 

Heuer gibt es erstmals einen halbwegs vernünftigen Grund dafür, den Silvesterpfad in der City abzulatschen: Es könnte die letzte Möglichkeit sein, das schlimmste Jahreswechselgetümmel der Stadt in dieser Form zu erleben. Seit 16 Jahren taumeln nun schon Zigtausende Menschen vor und um den Steffl ins neue Jahr - sehr zum Missfallen der neuen Innenstadt-Chefin. Abschaffen wird Ursula Stenzel den Silvesterpfad zwar nicht, dafür ist er zu beliebt, aber möglicherweise ein wenig an der Verringerung des Bierzeltstimmungsfaktors arbeiten. Dieses Mal ist jedenfalls noch alles beim Alten: An 13 Ständen prostet man sich bei Schunkelmusik glücksschweinbemützt zu, schmeißt Böller, lässt Sektkorken knallen und tanzt Walzer.

  Wiens Jungmenschen finden sich hingegen zum Jahreswechsel traditionellerweise im Flex oder im WUK ein: Beim London Calling

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