"Unverständnis der Satten"

Steiermark Politik | HEINRICH PFANDL | aus FALTER 51/05 vom 21.12.2005

KOMMENTAR Die slowenischsprachigen Bewohner der Südsteiermark wurden über Jahrzehnte systematisch ihrer Rechte beraubt. 

Im Artikel "Die Slowenen-Macher" trifft man auf ein Phänomen, das ich mit "Unverständnis der Satten für die Hungrigen" umschreiben möchte und das sich unter anderem darin äußert, dass eine erfolgreiche Truppe, nämlich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Artikel-VII-Kulturvereins und des Pavel-Hauses, diskreditiert wird. Dabei spielt man ein bisserl links, aufgeklärt, zynisch-kritisch, nennt Marburg brav internationalistisch Maribor und Pettau Ptuj, geht aber am Problem einer entrechteten und jahrzehntelang totgeschwiegenen Gruppe von Menschen völlig vorbei. Allein der Satz "Die anderen Erwachsenen müssen irgendwann in den Zwanzigerjahren beschlossen [!] haben, Österreicher zu werden", spricht Bände, auch wenn er Andrea Haberl-Zemlji zugeschrieben wird: Diese Menschen waren auch schon vorher Österreicher, und der Autor meint ja, siehe unten, mit "Österreicher


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