"Die Käseglocke reicht nicht"

FABIAN WALLMÜLLER | Steiermark Kultur | aus FALTER 51/05 vom 21.12.2005

STADTPLANUNG Nachdem die Debatte um einen Gestaltungsbeirat in Graz im Sommer auf Eis gelegt wurde, ist nun wieder Bewegung in die Sache gekommen. 

Ankunft in der Kulturhauptstadt. Nicht nur für Stadttouristen kann die Bekanntschaft mit der Peripherie von Graz zur herben Enttäuschung werden; auch die Lebensqualität der dortigen Bewohner leidet. Mangelnde öffentliche Orte und fehlendes Grün ebenso wie auf den Individualverkehr zugeschnittene Straßenräume lassen die Bevölkerung wochenends regelmäßig aus der Stadt fliehen; andere ziehen ins Umland von Graz, wodurch sich die Problematik der Zersiedelung nur verstärkt.

  Fest steht: Die Peripherie von Graz ist heute das am stärksten wachsende Gebiet der Stadt. Gleichzeitig gibt es dort aber auch die geringsten Auflagen für Bebauungen. "Die Käseglocke über der Altstadt reicht nicht", meint Kai-Uwe Hoffer von der Stadtbaudirektion Graz in Anspielung auf die strengen denkmalpflegerischen Bestimmungen in der Innenstadt. In der Vorstadt

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