Provinzschönheiten

Steiermark Stadtleben | THOMAS GELDMACHER | aus FALTER 51/05 vom 21.12.2005

MUSEUM Vor einem Jahr wurde das Stadtmuseum Leoben in angenehm entschlackter Form wiedereröffnet - und niemand hat es bemerkt. Eine Anregung. 

Die Napoleonischen Kriege waren wirklich nicht lustig. Betritt man das zweite Obergeschoß des Leobener Stadtmuseums, blickt man als Erstes in die Mündung einer französischen Kanone. In Stahlblechwände eingelassene Bajonette verstärken noch das Gefühl von Bedrohung und verdeutlichen den Bruch mit überkommenen Präsentationsformen. "Früher zeigte man ein Modell der Schlacht von St. Michael 1809, bei der napoleonische Truppen das österreichische Heer vernichtend schlugen", erzählt der wissenschaftliche Leiter der Ausstellung Reinhard Mittersteiner. "Pappmaché, Zinnsoldaten, Spielzeugpferde. Diese Verniedlichung ist keine adäquate Art der Darstellung. Immerhin waren die Franzosenkriege, wenn man so will, die ersten Materialschlachten der Weltgeschichte und hatten überhaupt nichts Idyllisches an sich."

  Also ab ins Depot mit dem sogenannten


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