Ein Mann des Friedens?

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 02/06 vom 11.01.2006

KOMMENTAR Ariel Sharon hat zwar den Gazastreifen geräumt, hinterlässt im Nahen Osten aber eine große Hypothek. 

Ariel Sharons "mysteriöse Wandlung" (der Schriftsteller Amos Oz) vom gewissenlosen, politisch rechts außen angesiedelten General zum ungewöhnlich erfolgreichen Regierungschef, der sein Land auf schmerzliche Konzessionen vorbereitet, hat ziemlich genau mit dem Tod seines großen Gegenspielers, Jassir Arafat, begonnen: Der langjährige Hardliner sprach plötzlich von den verheerenden Folgen der Besatzung für die israelischen Okkupanten und befürwortete zum Entsetzen seiner Anhänger einen Palästinenserstaat. Trotzdem bleibt Sharon am wahrscheinlichen Ende seines politischen Lebens in den Augen der Palästinenser unverrückbar der "Schlächter von Beirut", ganz so wie Jassir Arafat den meisten Israelis auch noch als Todfeind galt, als er sich längst mit der schwierigen Nachbarschaft zum jüdischen Staat abgefunden hatte. Das um Sicherheit und neue Kolonisierung bemühte


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