Pyrrhussieg

Politik | STEFAN APFL | aus FALTER 02/06 vom 11.01.2006

JUSTIZ "Schuldig" lautet das Urteil im letzten Operation-Spring-Prozess. Doch angesichts richterlicher Kritik am Lauschangriff bleiben viele Zweifel.Am Anfang waren zwei hungrige Polizisten. Mit Gusto auf chinesische Küche. Doch im Wiener Chinarestaurant Willkommen kam ihnen etwas faul vor. Die Beamten wollten im ersten Stock essen, durften aber nicht. Der war gesperrt und von Schwarzafrikanern besetzt. So profan begann die Operation Spring, bei der zum ersten Mal in Österreich ein großer Lauschangriff zum Einsatz gelangte. An ihrem vorläufigen Ende steht eine jubelnde Staatsanwältin. "Sieg! Sieg!", ruft sie aus, "endlich ist es vorbei."

Der Triumph von Anklägerin Petra Stranzinger ist womöglich verfrüht. Vom Urteil im letzten Operation-Spring-Prozess hängt mehr ab, als nur das Schicksal des Angeklagten Emmanuel Chukwujekwu. Im - noch nicht rechtskräftigen - Urteil übte der Vorsitzende des Schöffensenats, Wilhelm Mende, Kritik an den Ergebnissen des Lauschangriffs. Genauer gesagt:


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