PRESSESCHAU

Medien | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 02/06 vom 11.01.2006

Gerne beginnt das neue Jahr mit Schädelweh, das sich dann post festum noch als visionär erweist: Was soll schon besser werden?! Gar nix. Tramontana heißt jetzt zum Beispiel Nikowitz. Neben seinen wöchentlichen Polit-Dramoletten, deren Schmäh so tief ist, dass man dafür in jedem Wiener Zuhälterbeisl Gefahr liefe, Watschen zu kassieren, hat Rainer Nikowitz im profil also jetzt zusätzlich eine ganze Seite, um zu keiner Pointe zu kommen. Musste man sich bei Tramontana meist fragen, worum es eigentlich geht, so weiß man es bein Nachfolger nur allzu genau: Das ist jetzt, bitte, Satire! Die besteht meist darin, dass der Autor Politikern Dinge in den Mund legt, die diese als geil, gierig und gaga entlarven. In der jüngsten Ausgabe hat Nikowitz dem Kanzler eine Europa-Rede geschrieben, in der sich dieser als brachialer Chauvinist zu erkennen gibt ("die Malteser sollen endlich aufhören, in unseren Händen zu schmelzen, und die Iren menschlich bleiben"). Daneben befindet sich ein Haderer-Cartoon, in dem Schüssel im EU-Slip von einer "Wolfgangkugel" mit seinem Konterfei träumt: Wenn Nikowitz zeichnen könnte ...


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige