FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 02/06 vom 11.01.2006

Traurig endete das vergangene Fernsehjahr, da war gar keine vernünftige Serie mehr im Programm, die dem Leben Struktur verliehen hätte. Aber jetzt gibt es Hoffnung, gleich zweimal! Ich sage nur der charakterlich herausgeforderte, aber scharfe Schönheitschirurg Christian Troy schnippelt wieder mit seinem braven Freund Sean McNamara an Miamis Damen rum (Mi, 22.05 Uhr, Pro 7). Großartig, wie sich die beiden Charaktere so weiterentwickeln, dass man gar nicht mehr weiß, wer jetzt der Gute und wer der Fiese ist. Sehr berührend und witzig beginnen die neuen "Six feet under"-Folgen, in denen sich die sympathische Bestatterfamilie Fisher wieder mit dem Leben und Sterben in L.A. herumschlagen muss (Di, 23.05 Uhr, Vox). Der gute Mensch Nate begräbt etwa eigenhändig und dem Wahsinn nahe den halb von Haien und anderen Viechern zerfressenen Körper seiner Frau unter einem Baum am Rande der Wüste, weil sie sich das einst gewünscht hat - albtraumhaft, grandios gespielt. Blöd an dem schönen Serienangebot: Dientag- und Mittwochabend sitz ich zu Hause fest.


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