Kommentar

Mehr Streifschuss als Streifzug

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 02/06 vom 11.01.2006

Die Kritiken, die die neue Sonntagvormittagsendefläche "Streifzug Kultur" nach ihrer Premiere am 1. Jänner einheimste, fielen eher ungnädig aus. "Ausgesuchte Ideenlosigkeit" und "wenig Ambition" registrierte die Presse, der Standard formulierte es etwas anders, urteilte aber ähnlich: "Das war nicht einmal ein Fehlstart, das war gar kein Start. Das war billig." Nun muss man fairerweise hinzufügen, dass es sich bei der Erstsendung der neuen Schiene mehr um eine Generalprobe als um eine echte Premiere handelte: Schließlich war der "Streifzug Kultur" wenig mehr als die essbare Verpackung des Neujahrskonzerts.

Nach dem letzten Sonntag sieht es freilich so aus, als würde "Streifzug Kultur" überhaupt startfrei bleiben. Die meisten Zuschauer haben wohl nicht einmal begriffen, dass es sich da um ein neues Format handelt, denn im Wesentlichen wurden die eineinhalb Stunden Sendezeit mit zwei Beiträgen bestritten, die durch eine minimalistische Moderation von Barbara Rett verknüpft waren.

Dass


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