10 Jahre, 14 Wohnungen

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 02/06 vom 11.01.2006

MUSIK Wolfgang Mozart, vor 250 Jahren in Salzburg geboren, verbrachte die wichtigste und spannendste Zeit seines Lebens in Wien. Reaktionsschnell und geschickt nutzte er die pulsierende Metropole für seine Karriere. Ein Porträt des Urbanisten und seiner Stadt. 

Mit Verlaub, ein Tritt in den Arsch, das war für Wolfgang Mozart der lang ersehnte Schritt in die Unabhängigkeit. Im Wiener Deutschordenshaus, gleich neben dem Stephansdom, hat der fürsterzbischöfliche Oberstküchenmeister Karl Graf Arco das Dienstverhältnis des Salzburger Hoforganisten am 2. Mai 1781 unfreundlich beendet - zumindest nach Mozarts eigener Darstellung. Tatsächlich dürfte er seine Entlassung aus der Hofkapelle von Hieronymus Graf Colloredo durchaus provoziert haben. Die Salzburger Enge war ihm lange schon auf die Nerven gegangen, und den "erzlimmel" hasste er ohnehin "bis zur raserey". Während der knapp sieben Wochen, die er auf Befehl Colloredos in dessen Wiener Residenz zubrachte, gab Mozart so lange den


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