STREIFENWEISE

Kultur | MICHAEL OMASTA, DREHLI ROBNIK | aus FALTER 02/06 vom 11.01.2006

"Sie hat so schöni Brüschtli gha." Mit ihrer Dokumentation "KatzenBall. Geschichten von lesbischer Liebe in der Schweiz" hat Veronika Minder einen international viel beachteten Film über ein bislang gern verschwiegenes Kapitel der jüngeren Kulturgeschichte ihres Heimatlandes gemacht. Fünf lesbische Frauen zwischen 25 und 93 Jahren sprechen über Liebe, ihr Coming-Out, die Widerstände und Diskriminierung in der Gesellschaft. Ihre mit Dutzenden von Filmausschnitten illustrierten und durch spärlichen Kommentar verbundenen Erzählungen montiert die Regisseurin zu einer kollektiven Biografie, die über das Private freilich weit hinaus geht. "KatzenBall" ist ein eminent politischer Film. Was seine Gestaltung betrifft, wäre er im Fernsehen besser aufgehoben als im Kino - allerdings bitte nur im Hauptabendprogramm!

"Dick und Jane: Zu allem bereit, zu nichts zu gebrauchen" heißt im Original "Fun With Dick and Jane". Beides ist ironisch zu verstehen: Wie es die Klischeetitel trompeten, führen


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