Bigger than Alltag

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 02/06 vom 11.01.2006

FILM Der Berliner Regisseur Andreas Dresen ("Halbe Treppe") ist sympathisch und witzig wie seine Filme. Seine neue Komödie "Sommer vorm Balkon" könnte auch eine Tragödie sein. 

Wie führt man die Personen einer Geschichte zusammen? Am besten mit dem Lastwagen. Katrin überquert die Straße, Nike schreit auf, Bremsen quietschen. Das war knapp. Die beiden Frauen wohnen in Prenzlauer Berg im selben Haus, Katrin mit ihrem Sohn zu ebener Erde, Nike im vierten Stock mit Balkon. Gemeinsam mit einer Flasche Rotwein haben sie schon manch laue Sommernacht dort oben zugebracht und nichts, kein Mann, kein mieser Job, kein noch so schlimmer Kater, wird jemals ihre Freundschaft trüben können - so scheint es zumindest, bis besagter Lastwagen abrupt zum Stehen kommt und Ronald aus der Fahrerkabine klettert.

Als "heiteren Film über Einsamkeit" bezeichnet Andreas Dresen sein neues Werk, "Sommer vorm Balkon", eine Komödie mit Hang zur Tragödie, die sich zuallererst aus den Charakteren und kleinen,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige